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[30/52] Wer sorgt für die Seele der Einsatzkräfte?

Aus unseren bisherigen Beiträgen wisst ihr längst: Bei der Feuerwehr hat jede und jeder eine Rolle. Führungskräfte leiten Einsätze und Übungen, Maschinistinnen und Maschinisten halten Fahrzeuge und Geräte einsatzbereit. Aber wer kümmert sich eigentlich um uns Einsatzkräfte, wenn uns ein Einsatz mal richtig nahegeht und das Gespräch mit den Kamerad*innen allein nicht reicht? 

Auch dafür gibt es bei uns spezielle Rollen: die Angehörigen der Psychosozialen Notfallversorgung, kurz PSNV. Sie sind speziell ausgebildet und meist beruflich in der kirchlichen Seelsorge, der Psychologie oder in ähnlichen Bereichen tätig. Die PSNV Stadt- und Landkreis Karlsruhe, auf die auch wir zurückgreifen können, zählt rund 40 solcher Kräfte, die zusammen über 800 Einsätze im Jahr bewältigen. Wir in Bad Schönborn haben das Glück, mit einer PSNV-Kameradin sogar eine Expertin in den eigenen Reihen zu haben. 

Alarmiert werden sie, genau wie wir, über die Leitstelle, aber nicht bei jedem Einsatz. Bei einer Ölspur braucht es sie in der Regel nicht, bei schweren Ereignissen dagegen oft schon – und sie können jederzeit nachgefordert werden. Wer schon einmal dabei war, kennt das beruhigende Gefühl, wenn man die Kamerad*innen in den lila Westen sieht. Egal ob beim schweren Verkehrsunfall auf der B 292 oder einem besonders belastenden Brandeinsatz in Langenbrücken: Sie waren da und kümmerten sich um Unfallbeteiligte, Nachbar*innen und selbstverständlich auch um uns Einsatzkräfte. 

Die PSNV ist wohl die stillste und unbekannteste Gruppe im Umfeld der Feuerwehr – dabei ist sie für uns unglaublich wertvoll. So wie ihr wisst, dass wir immer für euch da sind, wissen wir: Unsere PSNV-Kamerad*innen sind immer für uns da. 

Mehr über die Menschen hinter unserer Feuerwehr erfahrt ihr in den nächsten Wochen. Schaut gerne wieder vorbei.