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Übung in der JVA Kislau

Jedes Jahr beübt die Freiwillige Feuerwehr Bad Schönborn ein außergewöhnliches Objekt: Die Justizvollzugsanstalt Kislau. Dieser Ort ist nicht nur aus historischer und architektonischer, sondern auch aus einsatztaktischer Sicht besonders: Im Gegensatz zu unseren Kliniken, Schulen und anderen Gebäuden mit großer Personenzahl unterliegen hier sowohl der Zutritt als auch das Verlassen strengster Kontrolle. Der Umgang mit dieser besonderen Situation wird in jährlich wechselnden Szenarien geübt, die die Einsatzleitung mit Unterstützung der Bediensteten der Justizvollzugsanstalt vorbereitet.

In diesem Jahr wurde als Übungsszenario ein Brand im Krankentrakt angenommen. Während die Löschwasserversorgung innerhalb der Gefängnismauern aufgebaut wurde, gingen mehrere Einsatzkräfte unter Atemschutz zur fiktiven Brandbekämpfung sowie Personenrettung mittels Drehleitern und tragbarer Leitern vor. Des Weiteren wurde auf dem Gelände eine Hygienestation aufgebaut, an der die mit Rauch kontaminierten Einsatzkräfte ihre Geräte und Uniformen sicher tauschen konnten. So wird sichergestellt, dass die vom Einsatzort verschleppten Rauch- und Rußpartikel, die oft krebserregend sein können, niemanden gefährden.

Im Anschluss an die Übung führten Bedienstete der Justizvollzugsanstalt die Einsatzkräfte noch durch das Gebäude. Im Rahmen der Führung wurde erklärt, welche Prozesse und Maßnahmen für den Fall eines Feuerwehreinsatzes geplant sind und wie man damit bei der Menge an Türen am sinnvollsten zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vorgeht. Des Weiteren erfuhren die Feuerwehrleute, wie die Bediensteten sie im Einsatzfall unterstützen.

Die Feuerwehr Bad Schönborn bedankt sich herzlich bei allen, die an der Planung und Durchführung dieser Übung beteiligt waren. Von der Anfahrt bis zum Austausch bei heißen Würsten im Feuerwehrhaus war auch für die Erfahrenen wieder viel Neues und Interessantes dabei und hat unseren Wissensstand nicht nur aktualisiert, sondern erweitert.

10.11.2025